Übers Klettern, die Küste und ein Fischfestival
Hallihallo. Ich hab die erste Woche Uni gut überstanden... Es geht recht schnell los hier und es gab schon die ersten Hausaufgaben und Projekte - aber jetzt ist ja zum Glück Wochenende!
Freitag abend war nochmal ein großes Fest - das international Dinner, welches von dem Empfangskomitee organisiert wurde. Es gab was zu essen, nach schwedischer Gewohnheit wurde immer wieder der ein oder andere Schlager gesungen (auch auf schwedisch - womit jedoch so einige ihre Probleme hatten) und danach gings noch mit Party weiter. Wir haben jedoch beide in der letzten Woche versucht, uns noch etwas besser in Göteborg zurechtzufinden - d.h. wir waren abends eigentlich immer auf Kneipensuche. Und dementsprechend gings dann gestern nicht mehr sehr lang - irgendwann muss man ja auch mal schlafen ;)
Paddl is dann heute mit seiner WG zu den Schäreninseln gefahren - dass war mir dann aber doch etwas zu früh. Und wichtiger: ich hatte mich noch für die Waschmaschinen im Keller eingetragen - d.h. ich musste erst mal waschen...
Danach hab ich mir Chrystians (mein polnischer Mitbewohner) Rad geschnappt und bin über einige Umwege nach Näset in den Süden von Göteborg geradelt. Dann die wunderschöne Küste entlang bis nach Fiskebäck. Meine Kletternschuhe hatte ich auch dabei ;)
Überhaupt: Klettern ist in Göteborg wirklich nicht so toll möglich - zumindest gibt es keine hohen Berge. Aber was mir beim Landeanflug nach dem Meer sofort als zweites aufgefallen ist: Schweden hat enorm viele Felsen - überall, mitten in der Stadt, kommen plötzlich wieder Felshügel aus dem Boden. Als ob man eine Buckelpiste mit Erde aufgefüllt hätte und die Spitzen überall noch rausschauen. Wie ihr schon merkt - so wirklich steil sind die leider nicht. Aber immer mal wieder kommt auch ein Abbruch und zum Bouldern (Klettern ohne Seil auf niedriger Höhe) reicht dies dann allemal. Also hab ich zweimal bei besonders schönen Kanten meine Schuhe ausgepackt und bin noch etwas rumgekraxelt (@ Christof/Susi: muss ja schließlich in Form bleiben)... Die Spaziergänger haben halt etwas dumm geguggt - aber ich kann ja nix dafür wenn die schönsten Felsen mitten in nem Wohngebiet stehen und noch dazu jemand sein Denkmal dorthin setzt ;)
Im Winter werd ich jetzt in ne Kletterhalle ausweichen müssen - die ist zwar nicht so gut wie die in Stuttgart - aber zum austoben nach der Uni reicht sie...
Die Schärenküste mit dem Rad war wirklich toll - hatte super Sicht auf die vielen kleinen Inselchen, mit strahlend blauen Himmel und hier und dort gabs ein paar schwedischen Holzhäuschen. Bin dann noch nach Göteborg ins Zentrum geradelt, immer entlang dem Göta Älv. Zum Glück hab ichs bis zum Fischhafen durchgehalten - mich hat nämlich schon lange interessiert wo der ist. Dort wird morgens nämlich immer frischer Fisch verkauft - direkt von den Booten!
Und ich durfte nun ein bischen schwedische Zahlenkenntnisse üben: Ein recht dicker blonder Schwede stand auf ner Bühne und hat Lachse ausgenommen und geteilt. Jedoch war es irgendein Rekord und die Zuschauer haben in auch gut angefeuert: 432 Lachse in 9 Minuten nochwas! Ich hab jedoch nur das Ende gesehen und konnte so leider nicht selber mitzählen. Ich bin also durch zufall auf das Göteborger Fischfestival gekommen - das herauszufinden auf Schwedisch gar nicht so leicht war. Viel interessanter waren jedoch die ganzen Stände - durch das ganze Probieren hab ich mir nämlich das Abendessen gespart ;) Fast zumindest - denn ohne etwas zu kaufen bin ich an den ganzen leckeren Sachen nicht vorbeigekommen. Das Meeresgetier ist echt ein Gedicht - geräucherte Makrelle, Lachs- und Shrimp-Paste... Das Essen für diese Woche ist gesichert. Aber so einen Tag lob ich mir: An dem einen Tag im Jahr mit dem Fischfestival fahr ich mal kurz mit dem Rad vorbei...
Ich war jedoch leider nur im Tshirt unterwegs - wurde also auf der Heimfahrt wirklich kalt... Denn sobald die Sonne weg ist, merkt man die kühlen Temperaturen schon deutlich!
Morgen geht's noch auf den Pakistani-Market um Gemüse einzukaufen: Auf diesem Kruscht- und Sekondhand Markt kostet es halt viel weniger. Sonst kann es nämlich mal passieren, dass eine schwedische Gurke über 1,5 Euro kostet... - und klein ist sie noch dazu.
Bis bald, ganz liebe Grüße,
Matthias
Hallihallo. Ich hab die erste Woche Uni gut überstanden... Es geht recht schnell los hier und es gab schon die ersten Hausaufgaben und Projekte - aber jetzt ist ja zum Glück Wochenende!
Freitag abend war nochmal ein großes Fest - das international Dinner, welches von dem Empfangskomitee organisiert wurde. Es gab was zu essen, nach schwedischer Gewohnheit wurde immer wieder der ein oder andere Schlager gesungen (auch auf schwedisch - womit jedoch so einige ihre Probleme hatten) und danach gings noch mit Party weiter. Wir haben jedoch beide in der letzten Woche versucht, uns noch etwas besser in Göteborg zurechtzufinden - d.h. wir waren abends eigentlich immer auf Kneipensuche. Und dementsprechend gings dann gestern nicht mehr sehr lang - irgendwann muss man ja auch mal schlafen ;)
Paddl is dann heute mit seiner WG zu den Schäreninseln gefahren - dass war mir dann aber doch etwas zu früh. Und wichtiger: ich hatte mich noch für die Waschmaschinen im Keller eingetragen - d.h. ich musste erst mal waschen...
Danach hab ich mir Chrystians (mein polnischer Mitbewohner) Rad geschnappt und bin über einige Umwege nach Näset in den Süden von Göteborg geradelt. Dann die wunderschöne Küste entlang bis nach Fiskebäck. Meine Kletternschuhe hatte ich auch dabei ;)
Überhaupt: Klettern ist in Göteborg wirklich nicht so toll möglich - zumindest gibt es keine hohen Berge. Aber was mir beim Landeanflug nach dem Meer sofort als zweites aufgefallen ist: Schweden hat enorm viele Felsen - überall, mitten in der Stadt, kommen plötzlich wieder Felshügel aus dem Boden. Als ob man eine Buckelpiste mit Erde aufgefüllt hätte und die Spitzen überall noch rausschauen. Wie ihr schon merkt - so wirklich steil sind die leider nicht. Aber immer mal wieder kommt auch ein Abbruch und zum Bouldern (Klettern ohne Seil auf niedriger Höhe) reicht dies dann allemal. Also hab ich zweimal bei besonders schönen Kanten meine Schuhe ausgepackt und bin noch etwas rumgekraxelt (@ Christof/Susi: muss ja schließlich in Form bleiben)... Die Spaziergänger haben halt etwas dumm geguggt - aber ich kann ja nix dafür wenn die schönsten Felsen mitten in nem Wohngebiet stehen und noch dazu jemand sein Denkmal dorthin setzt ;)
Im Winter werd ich jetzt in ne Kletterhalle ausweichen müssen - die ist zwar nicht so gut wie die in Stuttgart - aber zum austoben nach der Uni reicht sie...
Die Schärenküste mit dem Rad war wirklich toll - hatte super Sicht auf die vielen kleinen Inselchen, mit strahlend blauen Himmel und hier und dort gabs ein paar schwedischen Holzhäuschen. Bin dann noch nach Göteborg ins Zentrum geradelt, immer entlang dem Göta Älv. Zum Glück hab ichs bis zum Fischhafen durchgehalten - mich hat nämlich schon lange interessiert wo der ist. Dort wird morgens nämlich immer frischer Fisch verkauft - direkt von den Booten!
Und ich durfte nun ein bischen schwedische Zahlenkenntnisse üben: Ein recht dicker blonder Schwede stand auf ner Bühne und hat Lachse ausgenommen und geteilt. Jedoch war es irgendein Rekord und die Zuschauer haben in auch gut angefeuert: 432 Lachse in 9 Minuten nochwas! Ich hab jedoch nur das Ende gesehen und konnte so leider nicht selber mitzählen. Ich bin also durch zufall auf das Göteborger Fischfestival gekommen - das herauszufinden auf Schwedisch gar nicht so leicht war. Viel interessanter waren jedoch die ganzen Stände - durch das ganze Probieren hab ich mir nämlich das Abendessen gespart ;) Fast zumindest - denn ohne etwas zu kaufen bin ich an den ganzen leckeren Sachen nicht vorbeigekommen. Das Meeresgetier ist echt ein Gedicht - geräucherte Makrelle, Lachs- und Shrimp-Paste... Das Essen für diese Woche ist gesichert. Aber so einen Tag lob ich mir: An dem einen Tag im Jahr mit dem Fischfestival fahr ich mal kurz mit dem Rad vorbei...
Ich war jedoch leider nur im Tshirt unterwegs - wurde also auf der Heimfahrt wirklich kalt... Denn sobald die Sonne weg ist, merkt man die kühlen Temperaturen schon deutlich!
Morgen geht's noch auf den Pakistani-Market um Gemüse einzukaufen: Auf diesem Kruscht- und Sekondhand Markt kostet es halt viel weniger. Sonst kann es nämlich mal passieren, dass eine schwedische Gurke über 1,5 Euro kostet... - und klein ist sie noch dazu.
Bis bald, ganz liebe Grüße,
Matthias

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